Das könnt ihr laut sagen!

Wie Unternehmen aus dem Bausektor trotz kritischer Bilanzen in puncto Nachhaltigkeit Erfolge kommunizieren

von Anna Tiffe

Die Baubranche gehört zu den größten Ressourcen- und Energieverbrauchern weltweit. In Europa ist der Bau- und Gebäudesektor allein für ein Drittel des Wasserverbrauchs und ein Drittel des Abfallaufkommens verantwortlich. In Deutschland sind rund 16 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen unmittelbar diesem Wirtschaftszweig zuzuordnen. Berücksichtigt man alle Emissionsketten, sind es sogar 40 Prozent. Und gleichzeitig ist eins der drängendsten Themen der Zeit der Klimaschutz (Quellen: relaio.de, bundesregierung.de).

Sowohl Konzerne als auch KMUs müssen sich zu Fragen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit positionieren, nicht zuletzt, weil das die Arbeitnehmer von morgen fordern. Wer im war of talents bestehen möchte, darf nicht still bleiben. Besonders die stark vom Personalmangel gebeutelte Baubranche nicht. Doch wie kann es gelingen, dass ein Unternehmen mit einem großen CO2-Fußabdruck Nachhaltigkeitsbestrebungen kommuniziert – ohne dabei zum Greenwasher zu werden? Unsere Antwort auf diese Frage lautet wie so oft: Strategische Kommunikation ist alles!
Der Nachhaltigkeitsgedanke ist längst in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen. Damit stellt sich für viele Unternehmen nicht mehr die Frage, ob sie sich zur eigenen sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit positionieren wollen, sondern vielmehr, wie. Die Kommunikation dieser Themen stellt sich insbesondere dann als Herausforderung dar, wenn es hier noch viele Baustellen gibt.

Das Zauberwort heißt Transparenz

Gefragt sind also durchdachte Maßnahmen der Unternehmenskommunikation, bei denen das Zauberwort Transparenz heißt. Eine solche Maßnahme kann beispielsweise ein Nachhaltigkeitsbericht sein, der die nachhaltige Entwicklung eines Betriebs zusammenfasst. Legt man offen, an welchem Punkt man steht, zeigt man Schwachstellen ebenso wie Potenziale auf und schafft dadurch Authentizität und Vertrauen. Konzerne und KMUs müssen in dieser Hinsicht gläsern werden. Auch wenn noch keine bis ins Detail ausgearbeitete Nachhaltigkeitsstrategie vorliegt und entsprechende Bestrebungen in den Kinderschuhen stecken, ist es dennoch wichtig, den Dialog darüber zu eröffnen und damit Haltung zu zeigen – ganz nach dem Motto „Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber schon näher dran als gestern.“ Bleiben Konzerne und KMUs still, setzen sie auch ein Zeichen. Also, traut euch – und holt euch Kommunikationsexpert*innen mit ins Boot, wenn Unterstützung benötigt wird.

Im war of talents bestehen

Für den Bausektor ist die Ausrichtung des Unternehmens hin zu mehr Nachhaltigkeit besonders im Hinblick auf den Mangel an Nachwuchskräften von Bedeutung. Wollen Unternehmen langfristig Mitarbeitende binden und neue Kräfte gewinnen, müssen sie den Anforderungen der potenziellen Arbeitnehmenden gerecht werden. Die schauen genau hin und möchte wissen, welche Werte Unternehmen vertreten – besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit.
Dass diese „Lieber-laut-statt-leise“-Strategie nur so lange funktionieren kann, wie auch an der Unternehmensentwicklung in Richtung mehr Nachhaltigkeit gearbeitet wird, steht außer Frage. CO2-Emissionen sowie Abfallaufkommen müssen gesenkt, die Verschwendung von Ressourcen muss thematisiert werden. Insbesondere in der Baubranche.

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