Branchenstudie Bauwerksabdichtung

Nachhaltige Alternative zu Bitumenbahnen
Markt für Flüssigkunststoff-Abdichtungen wächst weiter

Minden, 07. März 2019. Vor allem im Flachdachbau scheinen Bitumenbahnen bislang die naheliegende Wahl zu sein, wenn es um die Abdichtung geht. Doch das Marktwachstum in diesem Segment schwächelte 2018, während sich ein anderes Material als Hidden Champion erwies: Flüssigabdichtungen, insbesondere solche auf Kunststoffbasis, legten stark zu. Der Grund: Sie überzeugen vor allem in puncto Nachhaltigkeit. Mit Produkten auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA), auf die sich der Mindener Hersteller Triflex seit mehr als 40 Jahren spezialisiert, schafft man eine naht- und fugenlose Oberfläche. Sie ist hinterlaufsicher und schützt das Bauwerk somit dauerhaft vor Feuchteeintrag. Die flüssige Verarbeitung erlaubt die einfache Einbindung selbst komplexer Details. Bitumenbahnen fehlt dafür dagegen die notwendige Flexibilität.

Die Baubranche erfährt nach wie vor eine florierende Konjunktur. Davon profitiert auch der Markt für Flachdach- und Bauwerksabdichtungen, der 2018 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Insgesamt erzielten die Hersteller Erlöse von 1,29 Milliarden Euro, wie der Marktanalyst Branchenradar berichtet. Der Aufschwung konzentriert sich jedoch auf wenige Produktgruppen und Anwendungssegmente: Abdichtungsbahnen verzeichneten nur ein schmales Plus von 1,9 Prozent, im Bereich Steildach waren die Umsätze sogar rückgängig. Im Gegensatz dazu legten Flüssigabdichtungen um 5,7 Prozent auf 275,5 Millionen Euro zu. Der stärkste Anstieg zeigt sich bei Produkten auf Kunststoffbasis, hier erhöhten sich die Herstellererlöse um 8 Prozent. Das macht mehr als 80 Prozent des Marktwachstums aus.

Keine Nähte, keine Sorgen

Diese Entwicklung kommt in Anbetracht der Materialeigenschaften nicht überraschend: Witterungseinflüsse und UV-Strahlung lassen Bitumen altern und spröde werden. Die Folge sind Brüche oder gar Löcher, insbesondere an den Schweißnähten. Die Funktionstüchtigkeit ist nicht länger gewährleistet. Nässe kann ungehindert in die Konstruktion eindringen und den Bestand gefährden.

Eine nachhaltige Alternative sind Flüssigabdichtungen, wie der Experte Triflex sie mit seinen PMMA-Produkten und Systemlösungen anbietet. „Mit diesen lässt sich eine fugen- und nahtlose Oberfläche herstellen, die, dank vollflächiger Haftung, hinterlaufsicher ist“, erläutert Slava Schmidt, technischer Berater bei Triflex. Der Werkstoff geht einen vollflächigen Verbund mit dem Untergrund ein, eine mechanische Befestigung ist nicht erforderlich. Das gilt auch für die Integration komplexer Details, zum Beispiel Schornsteine oder Lichtkuppeln. Mit Lösungen auf PMMA-Basis lassen sich diese kritischen Bereiche sicher und dauerhaft einbinden. Der Experte Triflex setzt dafür auf ein Spezialvlies, das zwischen zwei Schichten der flüssigen Abdichtung eingelegt wird. Es sorgt dafür, dass das Material flexibel bleibt und temperaturbedingte Ausdehnungen oder Bauwerksbewegungen schadlos aufnimmt. Weil Witterung, UV-Strahlung und chemische Belastungen der Substanz für lange Zeit nichts anhaben können, erhöht sich die Lebensdauer des Daches. Größere Sanierungsintervalle wirken sich letztlich positiv auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus. Damit liegen die Vorteile von Flüssigabdichtungen auf Kunststoffbasis gegenüber Bitumenbahnen klar auf der Hand.

Multitalent PMMA

Doch mit dem Einsatz am Dach erschöpft sich das Potenzial von Flüssigkunststoff nicht: „Wir bieten auch Produkte zur Bauwerksabdichtung an. Diese kommen bei Gebäudesockeln und Fundamenten zur Anwendung, selbst wenn diese noch durchfeuchtet sind“, erläutert Slava Schmidt. Auch hier wird in das flüssige Material ein widerstandsfähiges, aber gleichzeitig flexibles Spezialvlies eingearbeitet. Das macht PMMA zu einem echten Multitalent.

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2019-03-07T14:44:49+00:00