Parkhaus Kantensiek

Neue Abdichtung macht Freidecks wieder nutzbar
Triflex schützt Tragkonstruktion langfristig

Bielefeld, 11. Oktober 2018. Nach der Sanierung mit Triflex Flüssigkunststoff ist der Bestand des Parkhauses vom Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) am Kantensiek für viele Jahre gesichert. Durch undichte Fugen und Risse in der Abdichtung waren Niederschlagswasser sowie im Tausalz gelöste Chloride ins Innere des Bauwerks gelangt. In der Folge bildeten sich Korrosionsschäden an Stahlträgern und Bewehrung. Um den Bestand der Tragkonstruktion zu erhalten und den Nutzern schnell wieder einen sicheren Parkraum zu bieten, gab das Verkehrs- und Mobilitätsmanagement für die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel die Instandsetzung der betroffenen drei Freidecks in Auftrag. Mit dem Wunsch nach einer elastischen Abdichtung, welche die zahlreichen Details wie Fugen und Bodenabläufe sicher einbindet und zugleich zuverlässig vor Feuchteeintrag schützt, trat Bauleiter Detlev Kroos vom DLZ Bau + Technik der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel, an die Kögel Bau GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen, heran. Gemeinsam entscheiden Planer, Verarbeiter und Bauherr, dass das Topdeck Abdichtungssystem Triflex ProPark Var. II auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA) die Anforderungen der Sanierung erfüllt.

Im EvKB Bielefeld werden jährlich etwa 170.000 Patienten behandelt. Um deren Mitarbeitern und Besuchern komfortable Stellflächen in Krankenhausnähe zu bieten, ließ das Klinikum im Jahr 2000 am Kantensiek ein neunstöckiges Parkhaus für insgesamt 305 Fahrzeuge errichten.

Korrosion an Stahlträgern und Bewehrung

Die jahrelange intensive Beanspruchung des Fahrbelags durch die ein- und ausfahrenden PKW hatte ihre Spuren an den Freidecks hinterlassen. Durch undichte Fugen und Risse in der Abdichtung ergab sich ein Schadensszenario, das den Bestand des Parkhauses gefährdete. Niederschlagswasser sowie im Tausalz gelöste Chloride hatten sich ihren Weg ins Innere des Bauwerks gebahnt. In der Folge korrodierten die verzinkten Stahlträger. Auch an der Bewehrung in den Stahlbetonplatten hatte sich Rost gebildet. Langfristig waren massivere Beeinträchtigungen, eventuell sogar der Statik, zu befürchten.

Gesamtkonzept gefragt

Um dem entgegenzuwirken und den Erhalt des Parkhauses für viele Jahre zu sichern, beauftragte die Abteilung Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel die Firma Kögel mit der Abdichtung der Freidecks sowie der dazugehörigen Zu- und Abfahrtsrampen. Gefragt war ein Gesamtkonzept aus einer Hand, das auf eine zügige und nachhaltige Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen ausgerichtet ist. Da die Konstruktion bestehend aus Stahlverbundträgern mit Stahlbetonfertigplatten und einem Fugenverguss Bewegungen des Bauwerks erwarten lässt, musste ein dauerhaft elastisches System zum Einsatz kommen. Denn nur eine so beschaffene Abdichtung nimmt diese Schwankungen schadlos auf. Dem Bauherrn war es wichtig, dass der Betrieb während der Arbeiten weiterlaufen kann, um Mitarbeitern und Besuchern ihre gewohnten Parkmöglichkeiten uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen. Ausgehend von all diesen Anforderungen entschieden sich die Baubeteiligten für den Einsatz von Triflex ProPark Var. II als passende Lösung. Für das Treppenhaus, das im Zuge der Sanierung eine neue, rutschfeste Beschichtung erhalten sollte, fiel die Wahl auf die Versiegelung Triflex Cryl Finish 209.

Flexibel dank Vliesarmierung

Das Topdeck Abdichtungssystem Triflex ProPark ist vollflächig vliesarmiert und verleiht dem Material dadurch dauerhafte Flexibilität. Bei witterungs- und temperaturbedingten Bewegungen der Bauteile, wie sie vor allem bei Materialübergängen entstehen, bleibt die Abdichtung elastisch und somit intakt. Sie besteht durchgehend aus einem Werkstoff: Das flüssig applizierte PMMA-Harz verbindet sich mit dem Untergrund sowie untereinander in den einzelnen Systemlagen, so dass ein schubfester, chemischer Verbund aller Schichten entsteht. Niederschlags- und Tauwasser können nicht mehr hinter die Abdichtungsebene gelangen. Für den Bauherrn bedeutet das maximale Sicherheit für eine langlebige Nutzung sowie die dauerhafte Zufriedenheit der Kunden, die sich auf ihren gewohnten Parkkomfort verlassen können. Dazu tragen auch die kurzen Sperrzeiten bei, da das Material zügig aushärtet. Der Flüssigkunststoff verlängert zudem Sanierungsintervalle und sorgt für eine Reduzierung der Wartungskosten. Triflex ProPark ist durch die Nutzschicht mechanisch hoch belastbar. Aufgrund der Ausführung der Oberfläche in der Variante II entsteht ein hoch abriebbeständiger Fahrbelag. In der Regel kann das System auf Bestandsbeläge aufgebracht werden – dank seines geringen Flächengewichts wird die Statik nicht beeinträchtigt. Das spart Zeit und Kosten.

Reparatur, Abdichtung und Beschichtung

Die Schäden der Freidecks am Kantensiek waren bereits weit fortgeschritten und machten in einem ersten Schritt Instandsetzungsarbeiten am Beton erforderlich. „Zunächst haben wir die Fugen aufgestemmt“, sagt Kögel-Projektleiter Musli Kelmeni. „Dann haben wir den chloridbelasteten Beton ausgestemmt und durch frischen Beton ersetzt. Danach erfolgte die Abdichtung der Fugen mit der vliesverstärkten, hochflexiblen Abdichtung in Schlaufenform.“ Die korrodierten Stahlträger befreiten die Verarbeiter mittels Hochdruckwasserstrahltechnik unter Zugabe von Quarzsand von Rost sowie Kalk- und Salzablagerungen und beschichteten diese mit einem neuen Schutzanstrich. „Dank des elastischen Materials können die Fugen problemlos Bewegungen bis zu zehn Millimeter aufnehmen. Das ist bei solchen Konstruktionen enorm wichtig“, so Kelmeni. Die Abdichtung aller Freideckflächen inklusive der Zu- und Abfahrtrampen erfolgte mit Triflex ProPark. Anschließend stellten die Verarbeiter die Nutzschicht mit Triflex Cryl M 264 her, einer Beschichtung, die gleichzeitig der farbigen Gestaltung dient. Für die rutschfeste Beschichtung des Treppenhauses applizierte das Team der Kögel GmbH Triflex Cryl Finish 209.

Als Partner zusammengearbeitet

Nach der Sanierung der Freidecks hält die neue Nutzschicht der hohen mechanischen Belastung durch die Fahrzeuge dauerhaft stand. Die farbliche Abgrenzung von Parkplätzen und Fahrgassen erleichtert den Nutzern die Orientierung und sorgt für ein modernes Erscheinungsbild. Vor allem die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Planer, Verarbeiter, Bauherr und Triflex hat zum Projekterfolg beigetragen, ist Musli Kelmeni überzeugt.

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2018-10-11T09:52:28+00:00