Teleskop La Palma

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Einblicke in ferne Himmelsregionen
Teleskop auf La Palma: Sicherheitssystem von BORNACK bietet optimalen Schutz

Ilsfeld/La Palma, 08.03.2019. Teleskope verschaffen einzigartige Einblicke in kosmische Regionen in und außerhalb der Galaxie. Sie geben neue Erkenntnisse über die verschiedensten Phänomene im Universum. Für die Vermessung von hochenergetischer Gammastrahlung aus dem Weltall wurde vom Max-Planck-Institut für Physik in München ein Large-Sized-Teleskop (LST) auf der Kanareninsel La Palma errichtet. Die Firma MERO-TSK International hatte den Auftrag die Unterkonstruktion des nur 100 Tonnen schweren Teleskops zu entwickeln und zu installieren. Um in dieser exponierten Lage sicher Wartungsarbeiten ausführen zu können, wurde BORNACK SAFEPOINT mit der Installation des hauseigenen Seilsicherungssystems EVO SAFETY betraut.

Ob Supernova-Überreste, Doppelsternsysteme oder Pulsare: Das Large-Sized-Teleskop soll Objekte ins Visier nehmen, die Teilchen höchster Energie ins All schleudern und dabei Gammastrahlen aussenden. Neben diesem sind drei weitere Teleskope gleicher Bauart am selben Standort auf La Palma geplant. Für BORNACK war die Installation eines Seilsicherungssystems an einem Teleskop eine Premiere.

Individuelle Steuerung

Experten von MERO-TSK haben zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Physik in München eine ultraleichte Konstruktion aus Stahl, Aluminium und Karbonstäben entwickelt, die es erlaubt das Riesen-Teleskop innerhalb von 20 Sekunden in jede beliebige Beobachtungsposition auszurichten. Die einzelnen ansteuerbaren Spiegel sind in einer Fachwerkkonstruktion aufgehängt. Die Spiegelträger-Konstruktion wird aus Karbon-Rundrohren und neun Gitterostebenen gebildet, in denen sich Wartungspersonal bewegen kann.

Bewegungsfreiheit auf jeder Ebene

Damit das Personal bei den routinemäßigen Wartungsarbeiten optimal gesichert ist, hat BORNACK SAFEPOINT auf jeder der Ebenen die Seilsicherungsanlage EVO SAFETY eingebaut. Ausgerüstet mit einem Sicherheitsgurt hängen sich die geübten Industriekletterer in Höhe eines Handlaufes mit einem Karabinerhaken an einem Läufer, dem EVO SHUTTLE, ein und können sich so frei in der Fachwerkkonstruktion bewegen. Der Vorteil: Mit dem System können Zwischenbefestigungen überfahren werden, ohne dass sich der Nutzer aus- und wieder einhängen muss. „Wir haben BORNACK mit der Absturzsicherung beauftragt, weil wir schon in einem früheren Projekt sehr gut zusammengearbeitet haben und von dem Sicherheitskonzept überzeugt sind“, erläutert Klaus Charné, Projektleiter bei MERO-TSK International die Entscheidung für BORNACK. Die Seilsicherungsanlage von BORNACK ist besonders benutzerfreundlich und leicht adaptierbar für Fachwerke dieser Art.

Höchste Sorgfalt bei der Montage

Ein außergewöhnlicher Ort erfordert auch eine besondere Herangehensweise bei der Installation, weiß Jens Henning, Projektleiter BORNACK SAFEPOINT: „Man muss sich vorher Gedanken machen, wie man das System an den Karbon-Rundrohren befestigt und an den Knotenpunkten der Fachwerkkonstruktion sinnvoll integriert, damit die Kräfte sauber abgeleitet werden.“ Eine weitere Herausforderung neben der exponierten Lage und der damit verbundenen spezifischen Witterungsbedingungen war es, das Material an Ort und Stelle zu bringen: „Die Arbeit ist mit allerhöchster Sorgfalt zu verrichten. Das komplette System muss von Hand getragen werden. Wegen der teuren hochsensiblen Spiegel darf keine einzige Schraube herunterfallen“, sagt Henning. Die dreitägige Montage des EVO SAFETY verlief reibungslos. Klaus Charné resümiert: „Es hat alles gut geklappt, wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit BORNACK.“

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2019-03-11T14:55:28+00:00